50 Jahre Grundschule Bernau
1965 - 2015



Pressebericht der "Chiemgau-Zeitung" am 07.07.2015

Seit 50 Jahren am "Schulplatz 1"

Vor 50 Jahren wurde aus Platzmangel und wegen Überalterung der damaligen Volksschule (heute: Haus des Gastes) das jetzige Bernauer Schulhaus neu gebaut und eingerichtet. Schulleitung, Lehrer und Elternbeirat hatten jetzt eingeladen, diesen runden Geburtstag gebührend zu feiern.

Bernau - Am 19. Juli 1965 konnte nach über einem Jahr Bauzeit die Schule am Schulplatz 1 "als Musterbeispiel für den Landkreis" offiziell eingeweiht werden. Diese Worte stammten damals von Landrat Knott, der das vierte Schulgebäude in der Geschichte Bernaus einweihte.

Rektorin Petra Henz konnte zum Jubiläum bei großer Hitze eine riesige Schulfamilie im Amphitheater begrüßen, nachdem die Schulkinder unter der musikalischen Begleitung der Jugendblaskapelle eingezogen waren. Unzählige Schirme spendeten Eltern, Kindern und Ehrengästen den notwendigen Schatten.

In ihrer Ansprache lobte Henz die Weitsicht der damals am Neubau beteiligten Personen wie Bürgermeister Dr. Hugo Decker, Rektor Karl Müller und Architekt Lorenz Linseis. Schon 1965 galt anscheinend der Satz, "dass halbe Lösungen teure Lösungen sind", denn die Gemeinde hatte damals für den Bau "richtig viel Geld aufgenommen". Bürgermeister Decker hatte in seiner Einweihungsansprache von "nicht unrentierlichen Schulden" gesprochen, wenn sie in Bildung gesteckt werden.

Henz sah die Investitionen, die beim Neubau, 1988 bei der Erweiterung und 2010 bei der energetischen Sanierung entstanden, als Investitionen in die Zukunft an. Vor allem dann, wenn man den Wandel des Schulsystems in den vergangenen 50 Jahren betrachte. Mit "Gemeinsam schaff ma vui" bedankte sie sich bei ihrem Kollegium und Mitarbeitern, bei den Schülern für die tolle Vorbereitungszeit zum Fest, bei den Eltern für die aktive Mithilfe bei der Schulentwicklung und bei der Gemeinde für die offenen Gespräche zum Wohle der Schule. "Ich bin stolz auf unser Team."

"Martlschuster" unterrichtete zu Hause

Bürgermeister Philipp Bernhofer ließ die mittlerweile über 350-jährige Schulgeschichte Bernaus kurz Revue passieren, als er seine Ansprache mit dem ersten Lehrer Bernaus im 17. Jahrhundert begann. Er berichtete auch vom "Martlschuster", der während einer fünfjährigen Zeit ab 1809 das Unterrichten der Bernauer Kinder in seinem Anwesen übernommen hatte. Die Schulaufsicht konnte damals die Bernauer Bevölkerung nicht überzeugen, ein eigenes, teures Schulhaus zu errichten und hatte deswegen auch keinen Lehrer eingestellt.

Erst 1821 erhielt Bernau seine erste "richtige" Schule. Für den Bau des dritten Schulgebäudes 1888 wurde dann sogar noch ein "Bierpfennig" eingeführt um die Kosten zu begleichen.

Bernhofer wies auch auf zukünftige Investitionen hin, die getätigt werden müssen, wie zum Beispiel für einen neuen Radlunterstand, die Beschattung des Amphitheaters, die Renovierung der Toilettenanlagen und der Laufbahn. Sein Dank galt der Schulleitung, dem Kollegium, den Mitarbeitern und den aktiven Eltern. "Ohne Sie wäre eine Pflege des Hauses und der Anlage, die Mittagsbetreuung, die Schulweghilfe oder weitere Förderungen nicht möglich".

Die evangelische Pfarrerin Hannah von Schröders segnete die Anwesenden.

Umrahmt wurde der offizielle Teil mit verschiedenen Beiträgen aus den einzelnen Klassen. Ein Geschichts- und ein Bayernquiz luden zum Mitraten ein, die Klasse 3a stellte Bernaus Schulgeschichte aus verschiedenen Blickwinkeln dar, "Der Zauberlehrling" von Johann Wolfgang von Goethe wurde in einer modernen Interpretation dargeboten und es wurde zu unterschiedlicher Musik aus fünf Jahrzehnten getanzt.

Außerdem konnte noch die von der Künstlerin Stefanie Dirscherl zusammen mit Schülern erstandene "Schulschnecke" eröffnet werden und eine von Tanja Krnjak gebackene Schultorte zum Weiterverkauf überreicht werden. Das von allen Kindern gesungene "Schullied" führte dann nahtlos zum großen Schulfest über. Unter den Schatten spendenden Bäumen und zum Klang der "Brass-Girls" und der "Klassenmusizierer" von der hiesigen Musikschule bewirtete der Elternbeirat die Gäste mit Brotzeiten und alkoholfreien Getränken.

Die Gäste nutzen auch die Zeit, sich im Schulhaus verschiedene Ausstellungen anzusehen, zum Beispiel über die Geschichte, eine Schreibwerkstatt, Arbeiten aus dem WTG-Unterricht oder alte Brettspiele und Tonabspielgeräte. Auch hier wurden die Besucher zum Mitraten aufgefordert, wenn es galt, Jugendbilder den heutigen Lehrern oder bestimmte Fotos dem richtigen Ort in, an oder um das Schulhaus zuzuordnen.

Trotz des hochsommerlichen Wetters waren alle Ausstellungen und Aktionen gut besucht.

           

  

     
        
     

  

         
  

  

  

        
  

  

  
        
  

  

  
     

  

        
        
 

 

Grundschule Bernau - Schulplatz 1 - 83233 Bernau am Chiemsee
Telefon: 08051-8045-0 - FAX: 08051-8045-14  
E-Mail:
schulleitung@gs-bernau.de     sekretariat@gs-bernau.de
Homepage: www.volksschule-bernau.de